Ausstellungskalender

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Durchgeführte Ausstellungen

2011
3. Mai bis 31. Juli 2011
(über den Kirchtag mit dem Thema: "Christlicher Widerstand in der DDR am Beispiel des Zwickauer Raums")
Gedenkstätte Bautzener Straße
01099 Dresden
Bautner Str. 112 a

 

2010
9. Mai bis 30. August
Jubiläumsausstellung Burg Schönfels
unter der Schirmherrschaft des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich

Landesbischof Jochen Bohl besuchte die Jubiläumsausstellung

3. Oktober bis 1. November
Grafschaft Bentheim
Kreisverwaltung Nordhorn, van-Delden-Straße 1-7

 

2009

9. Januar bis 15. Februar
im Malzhaus Plauen

27. Februar bis 27. März
Bibelgarten Oberlichtenau bei Pulsnitz

29. März bis 10. Mai
Dorfkirche Ribbeck bei Nauen

11. Mai bis 22. Juni
Forschungs- und Gedenkstätte
Berlin

25. Juni bis 31. August
BStU-Außenstelle Dresden, Riesaer Str. 7


4. September bis 18. Oktober 2009
in der Gedenkstätte "Roter Ochse" Halle

19. Oktober bis 11. November 2009
Amtsgericht Hohenstein-Ernstthal

12. November bis 18. Dezember 2009
Bergakademie Freiberg


Für den Bibelgarten in Oberlichtenau wurde ein kurzer geschichtlicher Abriss zur Ausstellung
„Christliches Handeln in der DDR“ erstellt:

  Seit dem Jahr 1999 haben Religionsschüler des Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau (damals Gerhart-Hauptmann-Gymnasium) begonnen, sich mit dem Leben der Christen während der DDR-Diktatur zu beschäftigen. Anhand von Akten setzten sie sich mit dem Mut und der Zivilcourage der Christen aus der Region Zwickau auseinander. Es wurden auch Zeitzeugen interviewt. Gewöhnlich waren diese Christen einfache Menschen, die versuchten, treu nach Worten der Bibel zu leben und aufrichtig ihren Glauben im atheistischen Alltag zu bekennen. Sie setzten sich für die Einhaltung der Menschenrechte ein und engagierten sich oft in der ökumenischen Bewegung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Wegen ihres konsequenten Glaubens oder ihres politischen Engagements wurden sie von den SED-Machthabern als „Feinde“ angesehen. Sie wurden von der Stasi geheimdienstlich bearbeitet und konspirativ bekämpft. So mussten etliche Christen Nachteile in Kauf nehmen, erfuhren Repressalien oder wurden sogar verfolgt. Damit haben sie Glaubensgeschichte geschrieben und wurden somit zu Vorbildern des christlichen Glaubens. Sie sollen nicht vergessen werden!
  Weiterhin haben die Schüler auch solche Personen herausgearbeitet, die sich als IM (Inoffizielle Mitarbeiter) der Stasi verpflichtet hatten. Sie erschlichen sich das Vertrauen der Christen, um der Stasi Informationen zuzuspielen. Diese wurden dann von der Stasi benutzt, um die Kirche besser bekämpfen und die Christen zersetzen zu können. IM können keine Vorbilder sein, denn sie haben die Sache des Glaubens verraten!
  Die Schüler dokumentierten ihre Erkenntnisse und erstellten eine Ausstellung mit dem Titel „Christliches Handeln in der DDR“. Damit erhalten die Bevölkerung und besonders die Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit christlichen Vorbildern der jüngsten Geschichte zu beschäftigen. Sie können sich mit ihrem Glaubensmut auseinander setzen. Dadurch besteht die Chance, dass jeder Betrachter der Ausstellung zur eigenen Nachfolge ermutigt wird. Erstmalig wurde die Ausstellung im Landgericht Zwickau der Öffentlichkeit gezeigt.
  Im Jahr 2008 wurde die Schülerausstellung bundesweit bekannt, weil der „Christ“ Holm Singer, der als IM „Schubert“ für die Stasi arbeitete und den Glauben missbrauchte, gegen die Nennung seines richtigen Namens klagte. Aus formalen Gründen wurde die Klage abgewiesen. Seitdem werden weiterhin alle Namen der IM genannt.

  Im Jahr 2006 wurde diese Schülerausstellung aus logistischen Gründen mit in die Ausstellung „Die Bibel in den beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ aufgenommen. Seitdem werden beide Ausstellungen vom Bibelarbeitskreis verantwortet und auch ständig aktualisiert.
  Die Idee dieser Bibelausstellung wurde vom ehemaligen Bürgermeister Siegfried Hahn aus Lichtentanne, der ein bekennender Christ war, angeregt. Es gründete sich ein ökumenischer Arbeitskreis, der die Bedeutung der Bibel für die westsächsische Region aufarbeitete. Im Jahr 2002 wurde erstmalig diese Ausstellung auf der Burg Schönfels (Landkreis Zwickau) gezeigt. Sie wurde von der Bevölkerung überdurchschnittlich gut besucht. Deswegen hat sich der Arbeitskreis entschlossen, aus den angefertigten Informationstafeln eine Wanderausstellung zu gestalten. Seitdem konnte sie ununterbrochen an fast 50 Orten in Ost- und Westdeutschland gezeigt werden.
  Das Hauptaugenmerk der Wanderausstellung liegt nicht auf dem gedruckten Buch ,,Bibel", sondern wie der Inhalt des Buches Menschen veränderte. Sie glaubten an die biblischen Verheißungen und so wurde ihr Leben verändert. Ergreifende Lebens- und Glaubenszeugnisse von Christen, die in den beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts gelebt und ihren Glauben bekannt haben, wurden recherchiert und anschaulich dokumentiert. Ihre Namen und ihr Wirken dürfen nicht vergessen werden.
  Als Leitfaden über beiden Ausstellungen steht die Gewissheit „Zur Zukunft gehört die Erinnerung“!


2008

Dieses Jahr war bestimmt von einem Rechtsstreit, den Holm Singer mit den Ausstellungsmachern führte. Er war IM "Schubert" und sein Name stand auf einer Dokumentationstafel. Mit einer einstweiligen Verfügung erwirkte er über seinen Rechtsanwalt Thomas Höllrich, dass sein Name nicht genannt werden sollte. Aber das Gerichtsverfahren ging zu seinen Ungunsten aus. Sein Familienname wird weiterhin mit allen anderen entschlüsselten IM-Namen genannt.

27. Februar Ausstellungseröffnung im Rathaus Reichenbach mit der Schülerausstellung "Christliches Handeln in der DDR"
Rechtsanwalt Höllrich erwirkte beim Landgericht eine Einstweilige Verfügung. Sein Mandant Holm Singer, der als IM "Schubert" für die Stasi arbeitete, klagte. Sein Name sollte nicht genannt
 werden. Die gesamte Ausstellung konnte nur drei Tage gezeigt werden. Sie wurde komplett am 8. März abgebaut.

Am 22. April wurde aus formalen Gründen die Einstweilige Verfügung aufgehoben. Seitdem wird der Name nicht mehr anonymisiert, so wie es das Stasi-Unterlagengesetz (StUG) vorsieht.

4. September 18.30 Uhr Ausstellungseröffnung im Rathaus Reichenbach
Dazu wurde folgende Presseinformation herausgegeben:
Für Reichenbach wird es ein kleines historisches Ereignis sein. Die Ausstellung „Christliches Handeln in der DDR“ wird am 4. September 2008, 18.30 Uhr, erneut im Rathaus eröffnet – diesmal komplett und erweitert. Im Jahr 2005 hatten Religionsschüler des Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau begonnen zu dokumentieren, wie in der DDR-Diktatur die Menschenrechte der Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit mit Füßen getreten wurden.

Im März musste die Ausstellung entfernt werden. Rechtsanwalt Höllrich hatte eine Einstweilige Verfügung beim Landgericht Zwickau erwirkt, weil sein Mandant Holm Singer, der als IM „Schubert“ für die Stasi gearbeitet hatte, forderte, dass sein Name in der Ausstellung nicht genannt werden sollte. Am 22. April wurde die Einstweilige Verfügung aus formalen Gründen aufgehoben. Die Namen von Mitarbeitern der Stasi dürfen nach dem StUG genannt werden. Seitdem werden wieder in der Ausstellung die Stasi-Mitarbeiter ohne Anonymisierungen oder Schwärzungen dokumentiert. Die Tatsachen der Menschenrechtsverletzungen sollten verheimlicht, verschwiegen und vertuscht werden.

Am 4. September werden auch die Ergebnisse der neuesten Recherchen aufgenommen, wie z.B. dass Holm Singer sich das Vertrauen von Sabine Popp erschlich und sie an die Stasi verriet. Sie hatte über zwei Jahre Losungen auf Straßen und Mauern angebracht wie „Russen raus“, „Wiedervereinigung“, „Mauer weg“, „Freiheit statt Sozialismus“. Die DDR-Staatsorgane verfolgten diese Meinungsäußerungen als „staatsfeindliche Hetze“. Die Folge des Verrates war: sie geriet in die Fänge der Stasi und wurde dann zu fünf Jahren Haft verurteilt. Weiterhin regte Singer nach der Verhaftung an, dass weitere Jugendliche schwere kriminelle Handlungen begehen sollten. Das geschah im Auftrag der Stasi, um den Verdacht seines Verrates zu beseitigen.

Nach der Ausstellungseröffnung wird um 19 Uhr ein Gesprächsforum unter dem Thema „Erinnern, statt verschweigen, verdrängen, verleumden" stattfinden. Im Mittelpunkt dieses Abends sollen die Reichenbacher Ereignisse und Erkenntnisse des letzten halben Jahres der Öffentlichkeit vorgelegt und darüber diskutiert werden. Es soll bewusst werden, dass jeder Bürger im Rechtsstaat die Möglichkeit hat, sich ungestraft für Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Bewahrung der Menschenrechte einzusetzen. In der Auseinandersetzung liegt die Chance, die Demokratie zu erhalten und dass Wege gefunden werden, damit nie mehr ähnliche Verhältnisse entstehen wie in den beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts.

Die Veranstaltung wird von der BStU-Chemnitz, der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Zwickauer Hilfe Zentrum (ZHZ) und von WEITERDENKEN – Heinrich Böll Stiftung Sachsen getragen und verantwortet.

15. April bis 14. Juni
Kulturzentrum "Goldne Sonne" Schneeberg

14. April
Eröffnung der regionalen Dokumentationsstätte im Zwickauer Hilfe Zentrum (ZHZ), Wilkau-Haßlau

24. Mai
CDU Landesparteitag in der Stadthalle Zwickau

16. Juni bis 31. Juli
Außenstelle der BStU-Chemnitz
Jagdschänkenstr. 52
 (Birthlerbehörde)
Folgende Presseinformation wurde herausgegeben:

Im Jahr 2004 haben Religionsschüler des Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau begonnen, während der Projekttage, die unter dem Thema „Zur Zukunft gehört die Erinnerung“ standen, das Verhältnis von Staat und Kirche während der DDR-Zeit aufzuarbeiten. Daraus ist die Ausstellung „Christliches Handeln in der DDR“ entstanden. Am 11. Januar 2005 wurde sie im Landgericht Zwickau erstmalig der Bevölkerung gezeigt. Auf Schautafeln wurde herausgearbeitet, wie die Kirche in der DDR als Feind angesehen und behandelt wurde. Im Auftrag der SED hatte die Stasi u. a. die Aufgabe, die Kirche und ihre Anhänger konspirativ zu bearbeiten, damit sie staatskonform werden sollte. In der Ausstellung werden konkret Christen der Region Zwickau dokumentiert, die versuchten, biblische Wahrheiten in der DDR-Gesellschaft umzusetzen. Dabei erwiesen sie Mut und zeigten Zivilcourage, auch wenn sie staatliche Repressalien erdulden mussten. Das ist die zentrale Aussage der Ausstellung.
Aber in der Ausstellung wird auch offen gelegt, wie Menschen von der Stasi missbraucht wurden. Sie haben sich als IM (Inoffizielle Mitarbeiter) gegen die Kirche und den christlichen Glauben einsetzen lassen. Die SED-Machthaber haben das Menschenrecht der Glaubensfreiheit mit Füßen getreten.
Seitdem konnte die Ausstellung bereits an 15 verschiedenen Orten Deutschlands gezeigt werden. Sie wird vom Arbeitskreis „Bibelausstellung“ weitergeführt.
Anfang 2008 wurde die Schülerausstellung deutschlandweit bekannt. Holm Singer, der sich als IM „Schubert“ bei der Stasi verpflichtet hatte, hat eine Einstweilige Verfügung beim Landgericht Zwickau erwirkt, dass sein richtiger Name nicht genannt werden sollte. Dem wurde aus formalen Gründen nicht stattgegeben.
Eröffnung am 16. Juni 2008 – 15 Uhr


1. bis 30. August 2008
im Bürger- und Verwaltungszentrum Chemnitz „Moritzhof“

Zur Eröffnung hat Detlev Hoffmann mit seiner Violine die Vernissage umrahmt. Die Begrüßung nahm der Geschäftsführer vom "Moritzhof" Dr. Dieter Füsslein vor. Die beiden Festansprachen hielten Pfarrer i.R. Winfried Amelung und Manfred Elsässer. Die Besinnung mit den Symbolen Stacheldraht, Kerze und Bibel übernahm Pfarrer i.R. Dr. Edmund Käbisch.

4. September bis 4. Oktober 2008
im Rathaus Reichenbach

7. bis 8. Oktober 2008
Zivildienstschule Holzen

14. Oktober bis 14. Dezember 2008
in den Verkaufsräumen Teppich Schmidt
Berghausstr. 9, 01662 Meißen


2007

1. März bis 14. April
Gedenkstätte "AMTHOR" Gera

16. April bis 8. Juni
Lukasstiftung (Diakonie) Altenburg

14. Juni bis 19. August
Museum Lichtenstein

14. September bis 7. Oktober
St. Jakobskirche Köthen

8. Oktober bis 10. November
Universitätsbibliothek Passau

 

2006

9. Februar bis 17. April
Schloss Wolkenburg

2. Mai bis 6. Juni
Stadtkirche St. Michael Jena

24. Juni
Heimatfest Lichtentanne

13. August bis 28. September
St. Nikolaikirche Cottbus

2. Oktober bis 30. November
Regierungspräsidium Chemnitz

 

2005

13. Januar bis 3. März
Miesbach, Krankenhaus Agatharied

10. März bis 28. April
Aue, Amtsgericht

4. Mai bis 6. Juni
Hoyerswerda, Schloss

8. Juni bis 1. August
Landgericht Bautzen

2. August bis 25. September
Ökumenisches Seelsorgezentrum am Universitätsklinikum Dresden

4. Oktober bis 18. November
Landratsamt Darmstadt-Kranichstein

 

2004

16. Mai bis 27. Juni
Kamenz, Klosterkirche

4. Juli bis 22. August
Herrnhut, Kirche

2. bis 25. September
Münster, Universitätsklinikum

29. September bis 27. Oktober
Leipzig, Archiv Bügerbewegung

31. Oktober bis 8. Januar 2005
Babenhausen, Rathaus

2003 im Jahr der Bibel
14. Januar bis 23. Februar
Kirchgemeinde Langenbernsdorf

11. März bis 17. April
Landgericht Zwickau

26. April bis 3. Mai
Kirchgemeinde Bernsdorf

20. Mai bis 6. Juni
Rathaus Reichenbach

12. Juni bis 11. Juli
Haus des Gastes G÷▀weinstein

13. Juli bis 3. August
Kirche Waldenburg

6. August bis 27. August
Kirche Hohenstein-Ernstthal

6. September bis 21. September
Schloss Wildenfels

28. September bis 5. Oktober
Schul- und Heimatfest Wei▀bach

3. Dezember bis 19. Dezember
Landratsamt Werdau

2002

7. September bis 17. November
Burg Schönfels